
ie lodernden Flammen, die Ströme des Wassers, das Himmelsgewölbe und die Weltenkruste, alle Kreaturen, ob intelligent oder dumm — hier besteht alles aus Äther. Alles entspringt aus und wird nach dem Tod zu Äther. Äther kennt keine Grenzen. Äther ist überall. Und sein Fluss ist das Leben selbst — das Leben des Äther-Universums.
Der Hauptfluss des Äther kommt aus dem Zentrum des Universums. Er blendet wie frisch gefallener Schnee – deswegen nennt man ihn auch Weißen Äther. Denjenigen, die in der Lage sind, ihn zu bändigen, wird große Macht gewährt.
Aber nur Wenigen gelingt dies. Weißen Äther gibt es nur für einen kurzen, schwer fassbaren, Moment. Ab und zu teilt sich der Äther in vier verschiedene Ströme. Diese Ströme sind nicht so mächtig, aber sie existieren ungleich länger.
Es sind die sogenannten Äther des Chaos, der Bewegung, der Lebendigkeit und der Synthese.

er Äther des Chaos ist rot wie Blut. Der Äther der Bewegung ist blau wie der Himmel. Der Äther der Lebendigkeit ist grün wie ein sich gerade entfaltendes Blatt. Und der Äther der Synthese ist schwarz wie verbrannter Stein.
Diese Äther bilden die Basis aller Existenz des Universums. Wenn der Fluss der Äther ruhig und gemächlich ist, verbreiten sie pure Energie, werden sie aber schneller, unruhiger, bilden sich Ätherstürme aus denen neue Materie hervorgeht.
Mit unerbittlicher Regelmäßigkeit fließen die vier Energieströme mit rasender Geschwindigkeit zusammen, um wieder zu weißem Äther zu werden. Dort, wo sie ihre kaleidoskopischen Ströme in einem ungestümen Wirbelwind miteinander verbinden, dort beginnt die Welt der Lords.
Die Welt der Lords

ierbei handelt es sich nur um eine der Welten des Äther-Universums. Intelligente Einwohner der Welt der Lords wissen, dass der Boden unter ihren Füßen in Wirklichkeit nur ein Äther-Wirbelwind ist — geballte Energie. Vier himmlische Wesen wandeln über dieser Welt. Die Rote Sonne, der Blaue Stern, der Grüne Mond und der Schwarze Planet, alle vor langer, langer Zeit nach den Äthern benannt, deren Energie sie ausströmen. Sie sind nicht verantwortlich für Ebbe und Flut und sie haben nicht die Macht, den Rhythmus von Tag und Nacht zu ändern. Sie verbringen Ewigkeiten um Ewigkeiten damit, im All zu existieren.
Aber sie sind nicht untätig. Die Zeit vergeht und etwas Mysteriöses ordnet die Sterne in gerader Linie an, die auf das Zentrum des Universums gerichtet ist, auf den Punkt, an dem Weißer Äther entsteht. Und so kommt die Zeit der Veränderungen für die Welt der Lords...

obald die Planeten verschmelzen, fließt ihre Energie in einen einzigen, gleißend hellen Strahl, der auf das Zentrum des Wirbelsturms zielt. Dort entfaltet er sich dann und tritt seine Rückkehr an. Die Welt der Lords verändert sich auf erstaunliche Weise – Berge werden zu Ebenen, Meerestiefen werden zu Land, Landschaften, die vorher nicht zu sehen waren, werden nun weithin sichtbar und uneinnehmbare Festungen werden zu Fata Morganas.
Die Bewohner der Welt der Lords müssen ihre Geschichte umschreiben und neue Karten erstellen. Aber auch das Magische dieser Welt erneuert sich zu diesem Zeitpunkt gänzlich.
Äther ist eine Quelle der Macht und purer Energie, die manchmal auch als Magie bezeichnet wird. Für die Bewohner der Welt der Lords bedeutet dies die Möglichkeit, die Richtung und die Geschwindigkeit der Ätherströme zu ändern. Sie werden mit dieser Fähigkeit geboren — mit Hilfe der unsichtbaren Energieströme fertigen sie Rüstungen, Waffen und Diener... Äther ist der Faden, aus dem sie ihre Welt weben.

ber in den neuen Ländern erscheinen neue Rassen, alte Zauber verlieren ihre Wirkung und neue Zauber treten an ihre Stelle. Um zu überleben, müssen sie die Magie neu erlernen. In den kurzen Zeiten der Großen Veränderungen können sie nie sicher sein, dass ihre Magie genau das erreicht, was sie soll oder dass sie genau das sehen, was sie hofften, zu sehen. Häufig kommt etwas Fremdes, Unbekanntes ans Licht und direkt vor ihren Augen formt sich eine neue Welt.
Wie jede Kreatur, deren Bestimmung es ist, in ihrem Lebenszyklus Dämmerung, Zenit und Untergang zu durchlaufen, und dann nach ihrem Tode in anderer Form wiedergeboren zu werden, so tritt auch die Welt der Lords ins Licht, erreicht ihre Blütezeit und stirbt — nur um danach in all ihrer Pracht erneut geboren zu werden.